Das Knochengerüst wird von der Geburt an bis etwa zum 30. Lebensjahr stetig aufgebaut, erreicht dann einen Höhepunkt (den so
genannten „Peak Bone Mass“) und fällt anschließend wieder ab.
Auf Grund des veränderten Hormonhaushaltes kommt es zu einer verstärkten Abbauaktivität, wobei gleichmäßig Knochenmasse
verloren geht und so die Struktur des Knochens zerstört wird.
Zu den weiteren Ursachen zählen:
- Untergewicht oder Magersucht
- Bewegungsmangel
- Wechseljahre vor dem 45.Lebensjahr
- Osteoporose in der Familie
- Nikotin und Alkohol
- Entfernung der Eierstöcke
- Chronisch geringe Kalziumzufuhr
- Brüche ohne entsprechende Ursachen
- cortisonhaltige Medikamente
- fortgeschrittenes Alter
Wie bei jeder Krankheit ist auch bei Osteoporose das frühzeitige Erkennen sehr wichtig, um die Auswirkungen der Osteoporose
möglichst gering zu halten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Osteoporose zu diagnostizieren.
Bei Fragen kann der Arzt Ihnen genaue Informationen über Ihren Gesundheitszustand geben, feststellen, ob sie an Osteoporose
erkrankt sind und bestimmen, wie hoch oder niedrig der Schweregrad Ihrer Erkrankung ist.
Die verschiedenen Untersuchungsmöglichkeiten:
Röntgenuntersuchung:
Zur Früherkennung ist diese Methode nicht geeignet, da bei dieser, Osteoporose erst erkannt wird, wenn die Knochenmasse
bereits um 30-40% vermindert ist oder schon Brüche aufgetreten sind. Ist eine Fraktur auf dem Röntgenbild erkennbar, ist
dies ein Alarmzeichen, eine mögliche Osteoporose schnellstmöglich zu behandeln.
Computertomographie (CT):
Hierbei wird die Wirbelsäule schichtweise geröntgt und abgebildet, um kleinste Veränderungen der Knochenstruktur, die auf
Osteoporose hinweisen, zu erkennen. Besonders wichtig sind die Bilder der Wirbelkörper der Lendenwirbelsäule, da sie einen
Hinweis auf ein Osteoporose-Risiko geben.
Diese Computertomographie ist vergleichbar mit den Ergebnissen der Knochendichtemessung, jedoch sind die Patienten einer
höheren Strahlenbelastung ausgesetzt.
Knochendichtemessung:
Diese Methode (Osteodensitometrie) gehört zu den sichersten und gezieltesten Untersuchungen zur Erkennung der Osteoporose.
Bei dem Standardverfahren zur Bestimmung (DXA – Dual X-Ray Absorptiometrie) werden Röntgenstrahlen in geringer Dosierung
eingesetzt, diese durchdringen in unterschiedlicher Intensität den Knochen, welche dann gemessen und mit dem Normalwert
verglichen wird. Eine nach unten abweichende Knochendichte ist ein Risikofaktor für die Osteoporoseerkrankung. Außerdem wird
bei dieser Methode der Mineralsalzgehalt der Knochen bestimmt.
Bevorzugt wird diese Methode am Oberschenkelhals und an den Lendenwirbeln eingesetzt. Sie dauert etwa 10-30 Minuten und wird
unter bestimmten Voraussetzungen (z.B. Knochenbruch ohne ersichtliche Gründe, Verdacht auf Osteoporose) von der Krankenkasse
übernommen, ansonsten betragen die Kosten um die 30 Euro.
Stadien:
Die angewendete DXA-Methode bei der Knochendichtemessung bestimmt die Abweichung von der mittleren Knochendichte eines
gesunden 30-jährigen Menschen (sog. T-Wert).
Osteopenie (= niedrige Knochenmasse):
Knochenmineralgehalt: T-Wert von -1.0 bis - 2.5 Standardabweichung (SD)
Osteoporose (ohne Frakturen):
Knochenmineralgehalt: T-Wert < -2.5 SD
Manifeste Osteoporose (mit Frakturen):
Knochenmineralgehalt: T-Wert < -2.5 SD , hinzu kommen die Knochenbrüche ohne ersichtlichen Grund