Osteoporose...
...eine häufig unterschätze Krankheit. Doch mittlerweile gibt es 4 Millionen Betroffene in der Bundesrepublik Deutschland.
Und doch wissen viele wenig bis gar nichts über diese heimtückische Krankheit der vor allem Frauen zum Opfer fallen.
Zur Verbesserung der Informationslage haben wir, der 12. Jahrgang des Beruflichen Gymnasiums der Elisabeth-Selbert-Schule
Hameln, uns in einem fächerübergreifenden Projekt mit diesem Thema befasst. Unsere recherchierten Informationen fassen wir
in dieser Website zusammen.
Wir hoffen das Sie zum Thema Osteoporose nützliche Informationen für die Zukunft gewinnen können.
Ein Erfahrungsbericht
"Ich bin zwar nicht selbst von Osteoporose betroffen, habe aber eine Angehörige (meine Mutter, 63), die sich seit
Jahren damit rumplagt.
Tja, meine liebe Mutter leidet seit ungefähr 10 Jahren an diesem Knochenschwund. Generell stellt sich ja die Frage, ob
Osteoporose überhaupt eine „echte Krankheit“ ist oder ob es nicht eher als natürliche Entwicklung angesehen werden kann.
Bei meiner Recherche zum Thema habe ich herausgefunden, dass es zwei verschiedene Typen von Osteoporose gibt. Die erste
Variante ist die primäre Osteoporose. Das ist wohl die weitaus häufigste Form, die auf über 90 Prozent aller Patienten
zutrifft. So ganz klar ist noch nicht, warum diese Form auftritt aber es ist wohl ein Zusammenspiel aus Bewegungsmangel,
falscher Ernährung und den Wechseljahren (bei Frauen, aber Osteoporose betrifft sowieso viel mehr Frauen als Männer).
Die zweite Variante, die sekundäre Osteoporose ist auf Vorerkrankungen wie jugendlicheDiabetes, eine Überfunktion der
Schilddrüse und/oder zu viel Kortison im Körper (entweder durch zuviel Medikamente oder durch eine zu hohe Produktion des
Körper eigenen Hormons) zurückzuführen. Wenn ich an meine Mutter denke, trifft wohl eher der erste Typ zu, denn sie trinkt
praktisch keine Milch (sie findet das ekelig). Zwar versucht sie JETZT mit viel Käse und Joghurt gegenzusteuern, aber sicher
hat der jahrelange Kalziummangel seine Spuren hinterlassen.
Aufgefallen ist ihr die Osteoporose als sie vor Jahren einen Skiunfall hatte und der gebrochene Knochen nur schwer wieder
zusammenwuchs. Die Ärzte diagnostizierten ihr dann per Knochendichtemessung, dass ihre Knochen für ihre Altern eben schon
recht porös seien. Ich glaube, seit dem nimmt sie auch diese Medikamente und versucht eben so viel Kalzium wie möglich zu
sich zu nehmen. Seit ein paar Jahren nimmt sie nun auch so Kalziumtabletten, die man bei Aldi oder Lidl zu kaufen bekommt.
Ob die wirklich was bringen, weiß ich nicht genau, auf jeden Fall beruhigt es das Gewissen etwas. So super viel kann sie ja
auch gar nicht machen. Ach so, Sport natürlich. Sie geht eigentlich jeden Tag spazieren und sucht die Bewegung. Das ist
eigentlich ihr Standardsatz geworden: Suche die Bewegung! Das heißt also, sie nimmt lieber die Treppen als die Rolltreppe
oder den Fahrstuhl (wenns nicht gerade in den zehnten Stock gehen soll natürlich). Und ins Fitnessstudio versucht sie auch
regelmäßig zu gehen. Nur wegen ihrer unregelmäßigen Arbeit in einem Kinderheim klappt das nicht immer.
Der Hintergrund der vielen Bewegung ist wohl, dass die Knochen dadurch stimuliert werden sollen und so der Abbau der
Knochenmasse etwas verlangsamt werden soll. Das leuchtet mir schon ein.
Im Großen und Ganzen schränkt sie die Osteoporose (noch) nicht so stark ein. Ich vermute mal, dass das leider noch kommen
wird je älter sie wird. Also wenn sie nicht mehr so fit auf den Beinen ist, steigt ja auch das Risiko zu fallen enorm und
dann wächst das alles halt nicht mehr so gut zusammen. Ich erlebe das auch gerade bei meiner Oma (stolze 95). Die ist leider
in den letzten zwei Jahren zwei mal gefallen und hat sich jedes Mal den Beckenknochen angeknackst. Einmal auf der einen
Seite, einmal auf der anderen. Danach musste sie ganz schön kürzer treten und baut seitdem auch enorm ab.
Blöd war für meine Mutter nur, dass sie letztens in einer Klinik für traditionelle chinesische Medizin, in der sie wegen
ihrer Rückenschmerzen (nach Operation wegen Bandscheibenvorfall) behandelt werden sollte. Die Ärzte wollte ihr partout nicht
die chinesische Massage verschreiben, bei der es wohl ganz heftig zur Sache gehen muss, weil sie Angst hatten, sie könnten
meiner Mutter etwas brechen. Ich weiß jetzt auch nicht wie stark und wie ruppig die Masseure in China vorgehen, aber das war
schon ein Dämpfer für meine Mutter. Sie hatte sich eben viel davon versprochen und so war die Behandlung nur wenig effektiv.
"